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Altersgerecht Bauen und Wohnen

Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ

Vorwort

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir alle wollen gern in einer Wohnung und einem Umfeld leben, in dem wir uns wohl fühlen, soziale Kontakte pflegen und unsere Ideen und Erfahrungen einbringen können. Gerade ältere Menschen wünschen sich, so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Für sie sind Vertrautheit und die Möglichkeit, Unterstützung im Alltag zu erhalten, wenn dies erforderlich ist, von besonderer Bedeutung. Wenn es darum geht, bedarfsgerechte und lebenswerte Wohn- und Lebensräume zu schaffen, spielen Architektur, Stadtplanung und die Gestaltung von Freiräumen eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Planung und kreativen Ideen kann es gelingen, dass Menschen auch im hohen Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung möglichst lange selbstständig bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dies wird gerade in einer älter werdenden Gesellschaft, in der es zukünftig viele neue Wohnformen geben wird, noch wichtiger. Deshalb hat das Bundesfamilienministerium den Wettbewerb „Altersgerecht Bauen und Wohnen – Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ“ in Kooperation mit der Bundesarchitektenkammer und der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. durchgeführt. Das Ziel des Wettbewerbs war es, Studierende der Architektur und der Stadtplanung an Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen für das Thema altersgerechtes Bauen und Wohnen zu gewinnen und zu begeistern. Uns war es wichtig zu zeigen, dass intelligente architektonische Lösungen dazu beitragen, ein barrierefreies Wohnumfeld zu schaffen, das Möglichkeiten für Begegnung und  Hilfe bietet. Die Architektinnen und Architekten von morgen haben mit unkonventionellen und kreativen Lösungen gezeigt, wie altersgerechtes Bauen in der Zukunft aussehen kann. Dabei sind viele Ideen entstanden, die dazu beitragen werden, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbstständig in ihrer bekannten Umgebung alt werden können. Ich bedanke mich vielmals bei allen Beteiligten, die an der Vorbereitung, der Auswahl und der Durchführung des Wettbewerbs mitgewirkt haben. Mein besonderer Dank gilt vor allem den Studentinnen und Studenten für ihre großartige Leistung sowie die vielen neuen Ideen.

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren,Frauen und Jugend

Auslober

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Hintergrund und Ziel

Dietmar Walberg Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.
Dietmar Walberg Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.

Hintergrund und Ziel des 2-stufigen Wettbewerbs

Die Beschaffenheit der Wohnung wie auch des Wohnumfeldes sind wichtige Voraussetzungen für eine an den Wünschen, Bedürfnissen und Erwartungen der Menschen orientierte Lebensgestaltung. Zufriedenheit, Eigenverantwortung und Selbständigkeit werden durch die Wohnverhältnisse maßgeblich bestimmt. Die demografischen Entwicklungen, insbesondere die Zunahme des Anteils älterer Menschen und die zunehmende kulturelle Vielfalt, stellen die dringende Aufgabe an Gesellschaft, Politik und Planerinnen und Planer, Lebens- und Wohnräume so zu gestalten, dass Alt und Jung, Menschen mit und ohne Behinderung sich wohl fühlen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Eine besonders wichtige Rolle bei der Gestaltung lebenswerter Wohnumgebungen spielt dabei die Architektur. Hierzu gehören nicht nur Gebäude, sondern auch Frei- und Außenanlagen (Umfeld). Architektinnen und Architekten aus den Bereichen Hochbau, Innen- und Landschaftsarchitektur sowie Stadtplanerinnen und Stadtplanern kommt eine Schlüsselfunktion zu. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesarchitektenkammer wandten sich daher mit dem Wettbewerb „Altersgerecht Bauen und Wohnen – Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ“ an Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen, die sich der hohen Bedeutung der Architektur für die Lebensqualität der Menschen in der älter werdenden Gesellschaft bewusst sind und Studentinnen und Studenten in besonderer Weise und möglichst frühzeitig an dieses Thema heranführen und entsprechend qualifizieren und sensibilisieren wollen. Mit dem zweistufig angelegten Wettbewerb (siehe Folgeseite) sollten die Kreativität von Studentinnen und Studenten gefördert, die Herangehensweise unterstützt und abschließend beispielhafte Lösungen als Ergebnis von Studienaufgaben gefunden werden, wie altersgerechtes Bauen zukunftsfähig, aber zugleich praxis- und realitätsbezogen umgesetzt werden kann. Der Wettbewerb „Altersgerecht Bauen und Wohnen – Barrierefrei, quartierbezogen, integrativ“ ist Teil des Programms „Soziales Wohnen – Zuhause im Alter“, mit dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das häusliche Wohnen stärken, den sozialen Nahraum als Hilfenetzwerk mobilisieren und unnötige Umzüge in Pflegeheime vermeiden will.

Dietmar Walberg Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.

Organisation

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Auswahl der Preisträger