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Bremen Karl-Lerbs-Str.

1. Preis Wohnraum schaffen 2016

Konzeptskizze © Architekten Höhlich und Schmotz
Konzeptskizze © Architekten Höhlich und Schmotz

Preisgerichtsbeurteilung

Städtebau

Die städtebauliche Positionierung auf dem Göttinger Grundstück erscheint nicht optimal. Eine Begründung für den Wechsel der Laubengangerschließung von einer Gebäudeseite auf die andere erscheint auf diesem Grundstück willkürlich und lässt sich aus dem Städtebau nicht ableiten. Die Jury ist übereinstimmend der Auffassung, dass der schlanke einzeilige Gebäudekörper unter anderem wegen dieser entwurflichen Geste gut geeignet für das Bremer Grundstück ist. Das Gebäude würde hier in Ost-/West-Ausrichtung orientiert sein. Der Laubengangbereich auf der östlichen Fassade schließt hier an ein vorhandenes Bestandsgebäude an. Auf der westlich ausgerichteten Fassade öffnet er sich zum Straßenraum mit seinen üppig mit Grün ausgestatteten Nebenanlagen und Hausvorflächen. Das Parken wird mit Hilfe einer Tiefgarage gelöst, deren Wirtschaftlichkeit in der weiteren Durcharbeitung zu überprüfen wäre.

Wohnungen

Die Wohnungen orientieren sich an der westlich orientierten Fassade mit Küchen-, Ess- und Wohnbereichen zum Laubengang, dadurch wird der Laubengang gewolltermaßen zum Ort der Kommunikation. Die Ausstattung des Laubenganges erfolgt mit einer angemessenen Großzügigkeit. Der östlich ausgerichtete Laubengang ist richtigerweise zurückhaltender ausgestattet. In der Konsequenz sind die hier anliegenden Wohnungen mit Balkonen ausgestattet. Das Achsraster von 3,25 m erlaubt eine flexible Ausgestaltung der Wohnungsgrundrisse. In der entwurflichen Überarbeitung wird eine Anpassung des Wohnungsmixes an die Bremer Anforderungen erforderlich.

Konstruktion

Vorgeschlagen wird eine Konstruktion mit einem hohen Anteil von Vorfertigung, die eine wirtschaftliche Umsetzung des Entwurfes unterstützt. Das gewollt großzügig ausgestattete Laubengangsystem und die Tiefgarage erzeugt ein relativ schlechtes Verhältnis von BGF zur Wohnfläche. Ohne die wesentlichen Entwurfsinhalte in Frage zu stellen, wird man sich dieses Problems in der Überarbeitung widmen müssen.

Entwurfsverfasser

Architekten Höhlich und Schmotz,
Burgdorf
Architekt Dipl.-Ing.
Andreas Schmotz
Mitarbeit: Aleksandra Seifert,
Valentina Forsch, Robin Zeidler

Weitere Teilnehmer des Wettbewerbs