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Hameln Bailey Park

Anerkennung Wohnraum schaffen 2016

Piktogramme © RTW Architekten GmbH
Piktogramme © RTW Architekten GmbH

Preisgerichtsbeurteilung

Städtebau

Auf dem Grundstück sollen in versetzter Anordnung sechs 4-6-geschossige Baukörper entstehen. Das urbane Quartiere der 60/70ger Jahre wird durch diese Bebauung auf der Konversionsfläche arrondiert und bildet städtebaulich einen erweiterten Quartierspunkt. Durch die Disposition der Gebäude entstehen interessante Ausblicke und Vernetzungen in und um das Quartier. Die Geschossigkeit ist zu prüfen.

Wohnungen

Die Wohnungsgrundrisse sind wirtschaftlich um ein zentrales Treppenhaus angeordnet. Flexibel können so 2-6 Wohnungen je Geschoss erschlossen werden. Die Grundrisse sind gut organisiert und im Wesentlichen gut belichtet. Eine Ausnahme bilden die überwiegend nach Norden orientierten Wohnungen. Die Nutzung des Sockelgeschosses kann nicht überzeugen, eine – zumindest teilweise – Wohnnutzung ist zu prüfen.

System

Das konstruktive System überzeugt durch eine klare Struktur und eine wirtschaftliche Bauweise mit Fertig-und Halbfertigteilen. Gleichermaßen gut strukturiert sind die Fassaden, deren dem Energiekonzept entlehnte Materialität kontrovers diskutiert wird. Das energetische Konzept wird kritisch beurteilt, sowohl bezüglich der Wirtschaftlichkeit als auch der Funktion, es bestehen auch bauphysikalische Vorbehalte. Das Preisgericht empfiehlt nachdrücklich, das Energiekonzept zu überarbeiten, unter Berücksichtigung der lokalen Energieversorgung (vorhandenes Blockheizkraftwerk). Insgesamt stellt die Arbeit einen positiven Beitrag zum Thema Wohnen dar, dessen Prinzip der Punkthäuser sich auch gut auf weitere Grundstücke übertragen lässt.

Entwurfsverfasser

RTW Architekten GmbH, Hannover
Architekt Dipl.-Ing. Peter Teicher
Mitarbeit: Andreas Dück,
Trine Meißner

Weitere Teilnehmer des Wettbewerbs